Was ist wichtiger: Diät oder Sport?
Die Frage beschäftigt die Wissenschaft schon länger. Leistet Sport einen größeren Teil beim Abnehmen und beim Halten eines gesunden Gewichts? Oder ist es doch eher die kalorienbewusste, ausgewogene Ernährung?
Eine Studie der Loyola Universität in Chicago ging der Frage erneut nach und vergleicht das Sport- und Essverhalten von Frauen aus Chicago (durchschnittliches Gewicht von 84 kg) mit Frauen aus Nigeria (durchschnittliches Gewicht von 58 kg). Erwartet wurde, dass die Frauen aus Nigeria deshalb schlanker sind, weil sie sich mehr bewegen. Das war aber nicht der Fall.
Der große Unterschied lag in der jeweiligen Ernährung: Die Damen in Chicago ernährten sich von Gerichten die fetthaltig (40-45% Fettanteil) und stark verarbeitet waren (Weißmehlprodukte, etc.). Die schlankeren Damen aus Nigeria im Gegensatz, aßen eine gesunde, ballaststoffreiche Diät mit wenig Fett und magerem Eiweiß.
“Decreased physical activity may not be the primary driver of the obesity epidemic,” so Amy Luke, eine an der Studie beteiligten Forscherinnen.
Woran das liegt?
Die Wissenschaftler vermuten, dass Menschen die Sport treiben, dazu neigen mehr zu essen. Die verbrannten Kalorien werden frei nach dem Motto: „…ich war doch eine Stunde auf dem Laufband, also darf ich auch das Stück Kuchen essen…“ wieder kompensiert.
Was heißt das nun für alle die gerade mit dem Abnehmen starten?
Ist doch klar – schlechte Nachrichten für alle auf dem Sofa liegenden Faulpelze: beides ist wichtig. Sport einerseits zum Erhalt der Muskulatur, der Kondition, gegen Stress und Krankheiten und eine gesunde, kalorienbewusste Ernährung zum Abnehmen und Erreichen und Halten eines gesunden Gewichts.
Die Chancen, mit Sport allein abzunehmen, stehen schlecht. Ohne eine Umstellung der Ernährung wird es mit dem Vorhaben „Schlank in den Frühling“ kaum klappen. Also hoch vom Sofa und ein gesundes Gemüsegericht mit magerem Hühnchen verputzt.
via msnbc