Stoffwechsel Booster

Egal ob Mann oder Frau: Wir alle wollen mit Sport und gesunder Ernährung möglichst viel Fett verbrennen und möglichst viel Muskelmasse erhalten oder aufbauen. Häufig sind es aber gerade Muckis und Wasser die uns während einer Diät verloren gehen. An die Reserven geht der Körper nur zögerlich heran. So genannte Fatburner sollen dem Körperfett das Fürchten lehren. Da reichen die Tipps von A wie “Ananas” bis Z wie “Zucker meiden”.

Dass man mit Bewegung und Sport am meisten Fett verbrennen kann, verdrängen die meisten. Deshalb hier ein paar Tipps, die wirklich Sinn machen. Vielleicht halten sie den einen oder anderen von der “Ananas-Kur” ab ;-) :

Erst Ausdauer dann Krafttraining

Wer den Pölsterchen zu Leibe rücken will, sollte in erster Linie Ausdauersport betreiben. Kraftsport muss natürlich trotzdem sein. Walking, Joggen, Radfahren & Co. sollten aber vor einer Krafteinheit gemacht werden. Warum? Beim Krafttraining wird die Fettverbrennung herunter gefahren, denn für diese Anstrengungen wird kurzfristig Energie gebraucht. Der Körper bevorzugt dabei die Kohlenhydrate-Reserven und nicht Fettreserven. Eine Mischung aus Kraft- und Ausdauertraining, in einer Art Zirkel, ist am Besten geeignet. Jedoch sollte die Ausdauerbelastung stets über 3 Minuten liegen, denn erst dann wird die Energieverbrennung von anaerob (kurzfristige Energie) auf aerob (Verbrennung der Fettreserven) umgestellt.

Nachbrenneffekt nutzen

Nach einem intensiven Ausdauer- und Krafttraining wird auch im Ruhezustand mehr Energie verbrannt. Man sollte diesen Effekt ausnutzen und dem Körper nach dem Training keine “schnelle” Energie liefern, also keine zuckerhaltigen Speisen und erst recht keinen Alkohol. Gibt man dem Körper nach dem Sport schwerer verwertbare Kost, z. B. eiweißreiche und ballaststoffreiche Nahrung, muss er eher an die Reserven in Form von Körperfett.

Die Großen machen’s

Wer meint, dem Training des unteren Bauchmuskels besonders viel Zeit widmen zu müssen um Bauchspeck loszuwerden, täuscht sich. Gerade die großen Muskelgruppen sind unsere Energie- und Fettverbrenner und sollten daher auch am intensivsten beansprucht werden. Der oben genannte Nachbrenneffekt hält beim Training der größeren Muskelgruppen (Beine, Po, Rücken) ebenfalls länger an.

Kein Hungern

Dass ein Kraft-Ausdauer-Mix beim Abnehmen hilft ist klar. Doch wer seinen Stoffwechsel mit einer sehr kalorienreduzierten, einseitigen Kost vollkommen runter fährt um abzunehmen, wird schnell den Spaß und die Leistungsfähigkeit verlieren. Das Training strapaziert dann den hungernden Körper, statt ihn zu trainieren. Eventuell ist Heißhunger die Folge und der Trainingserfolg ist gänzlich dahin. Wer seinen Körper regelmäßig zum Schwitzen bringt braucht viele Nährstoffe: Kohlenhydrate und Eiweiß, wertvolle Fette, zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe.

Frühstück oder lieber doch nicht?

Ist ein Frühstück nun wichtig oder nicht? Die einen sagen: ja, die anderen sagen: nicht unbedingt. Es deutet Vieles darauf hin, dass ein Frühstück den Stoffwechsel in Schwung bringt. Natürlich benötigen nur wenige Menschen heutzutage 3 Omelettes um sich für die harte Arbeit zu stärken, denn ein Großteil der Berufe wird mittlerweile im Stehen oder Sitzen ausgeführt. Mittelmaß ist daher geboten: ein kleiner Snack sollte es schon sein. Sonst läuft man Gefahr, dass der Stoffwechsel für den Rest des Tages nur im Schritttempo arbeitet und einen Vormittags der Hunger plagt.

Fatburner à la Ananas, Pülverchen XY oder Tabletten sollte man kein Vertrauen schenken. Es ist nicht erwiesen, dass Lebensmittel oder vielversprechende Medikamente die Fettverbrennung ankurbeln. Die Fettverbrennung ist allein Sache unseres Stoffwechsels und der lässt sich nur schwer durch Tabletten & Co. beeinflussen. Mit genug Bewegung lässt er sich viel effektiver in Abnehm-Laune bringen.

via menshealth.de, Bild: sdominick / istockphoto.com


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