Süße Medizin

Eine verstopfte Nase, Kopfschmerzen, Schlappheit oder Schwindelanfälle sind typische Erkältungsbeschwerden. Halten diese länger als 10 Tage an, besteht der Verdacht auf eine bakterielle Sinusitis. Fast 15% der Bevölkerung leiden unter chronischer Entzündung der Nasennebenhöhlen. Bekanntes Hausmittel ist heiße Milch mit Honig. Kanadische Forscher kamen nun zu dem Ergebnis, dass Honig sogar besser ist, als Antibiotika.

Oft widersetzt sich eine dünne Schleimschicht der Behandlung, so dass die darauf lebenden Bakterien die Entzündung immer wieder aufleben lassen. Das süße Naturprodukt greift genau diese an. Die HNO-Experten der Universität Ottawa brachten dazu eine Reihe Bakterienfilme, darunter Staphylococcus aureus und Pseudomonas aeroginosa, mit Honig in Kontakt. Im Vergleich zur eingesetzten Antibiotika tötete die Honigbehandlung in jeder Probe mehr Bakterien ab.

Die Forscher sehen daher in Honig ein potentes Mittel gegen therapieresistente Nebenhöhlenentzündungen, eventuell in Salbenform.

Wer also weiterhin bei Erkältung zu Milch mit Honig greift, liegt absolut richtig. Tatsächlich findet Honig in der Naturheilkunde oft Verwendung:

  • 1-3 TL Honig wirken positiv bei Kopfschmerzen, Nervosität und Schlafstörungen.
  • Blütenhonig ist ideal bei Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung und Blähungen.
  • Spröde Lippen werden geschmeidig, wenn sie mit Honig eingerieben werden.
  • Eine Gesichtsmaske mit Honig hilft bei Entzündungen und trockener Haut.
  • Warme Wickel aus 4 EL Honig und heißem Wasser helfen bei Gicht und Arthritis.

Bild: © Harry Hautumm motograf/pixelio


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