Von wegen glückliches Huhn

Da denkt man, wenigstens bei den Bayern ist die Welt noch in Ordnung. Frohe Kühe, niedliche Schweine, …. eben 1a-Qualität vom Bauernhof.

Der Edel-Metzger “Vinzenzmurr” (Fleischhändler mit 273 Filialen) wurde von foodwatch abgemahnt. Die Fleischerei behauptete, es würde “höhere Qualität als gesetzlich vorgeschrieben” geboten. Die abgemahnten Werbe-Aussagen:

  • an Schweine und Tiere werde kein Tiermehl verfüttertfleisch
  • an Rinder würden keine Speiseabfälle verfüttert
  • Schweinen und Rindern würden präventiv keine Antibiotika gegeben
  • an Rinder würden keine Hormone verfüttert
  • an Rinder würden keine Wachstums- oder Leistungsförderer verfüttert.

Die Begründung? Diese Aussagen geben nur wieder, was das Gesetz sowieso als Mindeststandard vorschreibt. Heißt; Vinzenzmurr macht zwar alles richtig, aber eben auch nichts Besonderes. Sie erfüllen lediglich das Gesetz. Abmahnung gab’s, weil “Werbung mit Selbstverständlichkeiten” verboten ist.

Also dann doch in den Bioladen oder zum Kleinbauern und dort Fleisch kaufen? Garantie gibt es auch da keine. Wäre doch mal die Politik mit einem Qualitätssiegel und stärkeren Kontrollen gefordert, nicht?

Vor allem aber können wir Verbraucher entscheiden. Und zwar über den Preis (oder erwartet jemand im Ernst, dass man ein 1 Kilo glücklickes Huhn für 2,49 € “herstellen” kann?!). Interessant dazu: Das optimierte Tier.

via foodwatch, Bild aus we feed the world


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  1. Der Edel-Metzger Vinzenzmurr wurde abgemahnt « alleswasbewegt - [...] hat sich wohl zu weit mit seiner Werbung aus dem Fenster gelehnt. amapur.de schreibt, dass der Edel-Metzger von Foodwatch …

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