Die Wirkung von Kurkuma auf Gesundheit & Diät

Kurkuma zeichnet sich durch eine starke gesundheistfördernde Wirkung auf den Menschen aus. Es ist jedoch nicht nur ein gesundes Gewürz, sondern auch eine Heilpflanze, die bei vielen Krankheiten eingesetzt werden kann. Zudem hat Kurkuma positive Wirkung auf Herz, Kreislauf, Nervensystem und Verdauung. Selbst bei Krebs und Demenz soll die gesunde Knolle Hilfe bieten können.

Kurkuma: Kraftpaket für die Gesundheit seit fünftausend Jahren

Kurkuma gehört in die Familie der Ingwergewächse. Die Knolle enthält Vitamine, Mineralien, Proteine, Spurenelemente, verschiedene Kohlenhydrate sowie Fettsäuren, ätherische Öle, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Gerb- und Bitterstoffe. Damit ist Kurkuma ein richtiges Kraftpaket für unsere Gesundheit!

Schon seit fünftausend Jahren ist die Knolle in der ayurvedischen Medizin als bewährte Heilpflanze bekannt. Kurkuma ist in Indien, Vietnam und Indonesien (Java) beheimatet. Dort wird die Pflanze traditionell als Gewürz verwendet, aber auch als Heilmittel gegen Magen- und Darmleiden.

Angebaut wird die Gesundheitsknolle auch in Südchina, Südamerika und Afrika. Sie benötigt tropisch-feuchte Klimabedingungen und wird bei guter Pflege bis zu einem Meter hoch. Die Pflanze hat große, längliche Blätter und unterschiedlich gefärbte Blüten, mal gelblich, mal rosa. Ihre Wurzeln bilden ein weit verzweigtes Netz. Geerntet werden die gesunden Wurzelknollen, wenn das Blattwerk verwelkt ist. Sie werden nach der Ernte in kochendes Wasser getaucht und anschließend an der Luft getrocknet. Der gelbe Farbstoff verteilt sich dabei über die gesamte Wurzel.

 

Curcumin
– das Geheimnis der Heilpflanze

Kurkumapulver in roter Schale und ganze Kurkumawurzeln

©Shutterstock/omkar

Der Farbstoff heißt Curcumin und stellt den Hauptwirkstoff der Heilpflanze dar. Er bringt laut ayurvedischer Medizin den Stoffwechsel mit Hilfe seiner antioxidativen, bitteren und entzündungshemmenden Eigenschaften ins Gleichgewicht. Das Curcumin unterstützt die Fettverdauung in Magen und Darm, hilft gegen Verstopfung, Durchfall und Blähungen, reguliert den Blutzuckerspiegel, steigert die Gallenproduktion in der Leber, senkt den Cholesterinspiegel, wirkt klärend bei unreiner Haut und fördert die Wundheilung. Im Curcumin befindet sich die gesamte Gesundheitskraft des Kurkuma.

 

Studien bestätigen positiven Einfluss auf Alzheimer

Neueste Studien belegen zudem, dass Curcumin neurodegenerative Prozesse bei Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen eindämmen kann, indem die Bildung von Plaques sowie Entzündungen im Gehirn verhindert werden. Darauf deuten auch Studien hin, die zeigen, dass in Indien, der Heimat des Kurkuma, sehr viel weniger Menschen an Demenz erkranken als in den Industrieländern des Westens.

 

Die tumorhemmende Knolle der Gesundheit

Die gesunde Knolle Kurkuma hat eine tumorhemmende Wirkung, was durch immer mehr Studien bestätigt wird. Auch hier zeigen Untersuchungen, dass in Indien weit weniger Menschen an Darmkrebs erkranken — dort wird regelmäßig mit Kurkuma gewürzt — als in Westeuropa.

Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Zum einen werden Toxine auf Grund des stimulierten Leberstoffwechsels besser ausgeschieden, zum anderen macht sich die antioxidative Wirkung des Curcumins bemerkbar, indem das Immunsystem gestärkt und die Metastasenbildung bei verschiedenen Krebsarten gehemmt wird. Hierzu gehören beispielsweise Prostata- und Brustkrebs. Viele Wissenschaftler halten Viren und Parasiten für die wichtigsten Auslöser von Dickdarm- und anderen Krebsarten. Auch sie werden durch den Konsum von Gelbwurz in Schach gehalten.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Curcumin inzwischen zu den interessantesten Naturstoffen mit antikarzinogener Wirkung zählt. Es ist zudem verglichen mit anderen Gesundheitsmitteln sehr preiswert.

 

Hohe Tagesmengen für volle Wirkung von Kurkuma

Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, müssen jedoch mehrere Gramm Kurkuma täglich verzehrt werden, es werden 500mg täglich empfohlen. Um diese hohe Dosis zu erreichen, wird in Studien das Extrakt in Kapselform verwendet. Durch die Zugabe von Piperin, welches aus schwarzem Pfeffer gewonnen wird, wird die Wirkung des Ingwergewächses erhöht, da Piperin die Nährstoffabsorption steigert.

 

Kurkuma, der Diätturbo!

Kurkumapulver in Schale, auf Holzlöffel, -Knollen im Korb

©istock.com/sommai

Kurkuma eignet sich aber nicht nur in Krankheitsfällen, sondern auch im Rahmen einer gesunden Ernährung und ebenso während einer Diät. In Kombination mit Diät-Shakes, Suppen oder Müslis kann das Gewürz jederzeit zum Verfeinern verwendet werden. Kurkuma regt den Stoffwechsel an, wirkt wie ein Turbo für den Körper bei der Fettverbrennung und schmeckt in Suppen oder auch kalten Shakes ausgesprochen lecker. Es kann daher ruhig eine ordentliche Menge zum Kochen verwendet werden.

Neugierig, geworden? Hier geht es zu einem unserer leckeren Rezepte mit Kurkuma!

Nährwertangaben für 100g Kurkuma:
Kalorien: 356kcal, Fett: 9,9g, Kohlenhydrate: 58,2g, Protein: 7,8g, Ballaststoffe: 6,7g

 

Welche Wirkung hat Curcumin auf den Stoffwechsel und die Fettzellen?

Viele Menschen sind sich der Tatsache nicht bewusst, dass Fettleibigkeit zu einer stillen chronischen Entzündung im Körper, Stoffwechselstörungen wie Insulinresistenz und Diabetes Typ II führen kann. Das im gesunden Kurkuma enthaltene Curcumin ist bekannt für seine starke entzündungshemmende Wirkung. Es scheint mehrere zelluläre Signalwege zu verändern, die an solch einem entzündlichen Prozess beteiligt sind.

 

Wie hilft das Curcumin beim Abnehmen?

Curcumin

  • fördert die Durchblutung und bringt damit den Fettstoffwechsel in Schwung
  • aktiviert den Gallenfluss und fördert damit die Fettverdauung
  • stört die Synthese der Fettsäuren und erhöht Fettabbau-Prozesse
  • beschleunigt die Verdauung, dadurch werden die Fettsäuren bereits aus dem Darm befördert, bevor sie als Körperfett eingelagert werden können
  • stimuliert die körpereigene Synthese von Hormonen und Neurotransmittern, die sich positiv auf das Abnehmen auswirken
  • setzt den Insulinwiderstand der Zellen herab
  • hemmt die Entwicklung von Blutgefäßen im Fettgewebe und damit deren Wachstum und Ausbreitung
  • fördert den Zelltod von Fettzellen

Somit wird deutlich, dass die Wirkung von Curcumin durchaus hilfreich beim Abnehmen ist. Die gesunde Knolle stellt eine verhältnismäßig günstige “Diätpille” dar, die nur über positive Nebenwirkungen verfügt.


Copyright: 1. Bild auf dieser Seite: ©Shutterstock/wasanajai


2 Kommentare

  1. Ich benutze Kurkuma realtiv häufig in der Küche (vor allem zu Fisch) aber das er so gesund ist wusste ich noch nicht. Auch, dass Kurkuma beim Abnehmen in einer Diät hilft ist mir neu. Diesen Fakt werde ich aber sofort mal umsetzen und heute Abend ein bisschen mehr Kurkuma beim Kochen verwenden!

  2. Naja, damit man was davon merkt, müsste man es ja kiloweise essen oder? Bin nicht sicher, ob ich das mit der Dosierung richtig verstanden habe.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>