Essverhalten

Neben der Vererbung gelten ungünstige Essgewohnheiten und falsches Essverhalten als wichtigste Ursache für zu viele Pfunde. Es ist eben nicht nur wichtig, "was" und "wieviel" man isst, sondern auch "warum" und "wie" wir essen.

Erziehung und Esstradition beeinflussen die Entstehung von Übergewicht in besonderem Maße. Eine Reihe von Erziehungsmethoden tragen dazu bei, dass bereits im Kindesalter das natürliche Appetit- und Sättigungsverhalten gestört wird. Typische Beispiele sind, den Teller leer zu essen, die Mahlzeit schnell zu essen, solange sie warm ist, oder mit Süßigkeiten zu belohnen. Essmenge und Esszeitpunkt werden von außen vorgegeben und nicht mehr durch interne natürliche Mechanismen des Körpers reguliert. Solche Strategien führen dann im Erwachsenenalter dazu, dass nicht Hunger das Essen auslöst, sondern Ärger, Stress oder Langeweile.

Auch der Duft aus dem Bäckerladen bewirkt bei diesen Menschen eine stärkere Lust auf's Essen als bei Menschen, die ein noch funktionierendes Appetit- und Sättigungsverhalten haben. Diese Menschen sind besonders gefährdet, übergewichtig zu werden. Andere, die genauso abhängig von äußeren Reizen sind, können ihr Gewicht jedoch halten. Dies gelingt ihnen mit Hilfe einer starken geistigen Kontrolle ihres Essverhaltens, also mit Disziplin. Diese starke Kontrolle ersetzt dabei die verlorengegangenen internen Kontrollmechanismen.

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