Fastenkur

Unter Fasten versteht man die vorübergehende Einschränkung der Nahrung oder vollkommene Nahrungsenthaltung. Ursprünglich standen hinter dem Fasten religiöse Motive (z.B. Ramadan im Islam). Vielfach jedoch ist das Fasten heute motiviert durch den Wunsch nach  Gewichtsabnahme oder der Rückbesinnung auf sich selbst.
Heilfasten soll zu einem höheren Wohlbefinden oder verbesserter Gesundheit führen. 

Fasten beginnt meist mit einer gezielten Darmentleerung und dem täglichen Trinken von etwa drei Litern. Mögliche Risiken werden durch vorherige oder begleitende ärztliche Untersuchungen minimiert, und das Ende des Heilfastens (früher Fastenbrechen genannt) wird behutsam gestaltet. Dadurch soll der bei erstrebter Gewichtsabnahme oft eintretende Jojo-Effekt weitgehend vermieden werden.
Während einer Fasten- oder Hungerzeit kommt es zu einer Anpassung an den Nährstoffmangel. Dieser Vorgang wird als Hungeradaptation bezeichnet. Der Stoffwechsel kann auf etwa die Hälfte reduziert werden, und der Glukoseverbrauch des Gehirns verringert sich auf etwa ein Drittel des Ausgangswertes.

Zu den bekanntesten Arten des Heilfastens zählen:

  • Buchinger Fasten (deutscher Arzt 1878-1966)
  • F.X. Mayr-Methode: Stoffwechselentlastung mit Gemüsebrühe und Säften
  • Milch-Semmel-Kuren
  • Saftfasten (nur Obst- und Gemüsesäfte)
  • Eiweiß-ergänztes Fasten (Buttermilch oder „Ulmer Trunk“).
  • Molke-Kur: 1 Liter Molke über den Tag verteilt, ½ Liter Obstsaft und 3 Liter Leitungswasser.
  • Teefasten
  • Neera-Trinkfasten: Zitronensaft, mineralreicher Baumsirup und etwas Cayenne mit Wasser gemischt
  • Ein oder mehrere „Obsttage“


Generell empfiehlt sich vor jeder Fastenkur eine ärztliche Kontrolle, da es beim Fasten bei vorerkrankten Menschen und bei längererem Fasten auch bei gesunden Menschen zu behandlungsbedürftigen Komplikationen kommen kann. Unter anderem sinkt beim Fasten der Blutdruck.

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