Schlankheitsmittel

Schlankheitsmittel sind unter Experten umstritten und werden zu Recht kritisch bewertet.

Die Ernährungswissenschaftler und Diätexperten der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. haben bereits zum fünften Mal unterschiedliche Schlankheitsmittel unter die wissenschaftliche Lupe genommen und die wissenschaftliche Literatur durchforstet.

Tabelle: Schlankheitsmittel im Vergleich
Grundsätzlich sind nicht alle Schlankheitsmittel überflüssig oder gar unwirksam. Leider gibt es aber viele Schlankheitsmittel, die für die menschliche Gesundheit gefährlich oder aber ohne jeden Nutzen sind.

Zu den gefährlichen Schlankheitsmittel gehören die sogenannten Appetitzügler, die Amphetamine oder Ephedrin enthalten und tödlich sein können. Das Bundesinstitut für Arzneimittel hat schon mehrfach vor Ephedra gewarnt. Grundsätzlich ist es sinnvoll, bei Übergewichtigen eine Vorsättigung zu erzeugen. Diesen Effekt erreichen die gebräuchlichen Quell- und Sättigungsmittel, die zumeist zur Gruppe der Medizinprodukte gehören (Bionorm, CM3 Alginat oder Recatol) durch Ballaststoffe (Alginat, Guarkernmehl oder Konjac-Wurzel-Mehl) oder Kollagen (Matricur). Diese quellen im Magen auf und verbleiben dort mehr oder weniger lange. Solche Produkte sind aber nur effektiv, wenn sie eine Ernährungsumstellung und Bewegungstherapie begleiten.

Für Menschen, die unter extremen Hungergefühlen leiden und zu Heißhungerattacken neigen, sind sättigende Medizinprodukte, die freiverkäuflich in Apotheken erhältlich sind, gut geeignet, das Übergewicht abzubauen. Präparate, die auf der Basis von Grapefruitballaststoffen sind, enthalten oftmals eine hohe Pestizidmenge. Neben dem verschreibungspflichtigen Arzneimittel Xenical gibt es keine anderen Fettmagneten. Ballaststoffe aus Tieren und Pflanzen (z.B. Chitosan) sind tatsächlich in der Lage, minimale Fettmengen zu binden, die jedoch zur Behebung von Übergewicht nicht ausreichen.

Quelle: April 2006, www.ernaehrungsmed.de

 

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